urbaner anti-eskapismus!




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Fronleichnam







Wien -> Berlin.







Berghain, Mono & Nikitaman, Tresor und Co.


wofür, wenn man der Clubkultur überdrüssig geworden ist?
























Große Hagelkörner im Schafbergbad. Danach Sonne.
























Wie fern und uninteressant, ja gerade nicht existent ist Wien von der Ferne aus.






Eine Erinnerung an das Wien, dass es nie gab.

























Fin de siecle Disneyworld mit Zwiderwurz inkl.
























Autonome G8 Heimreisende mit Eurolines. Oder jene die gar nichts verstanden haben.




Wiener Oberschichtsdeutsch aus Alsergrund und Neubau siniert über Wasserwerfer.


Na, da hamma aber glacht.


Ur lustig, gell?



Gemma noch zum Mäci?


Wow, coole neue Nike Sneaker hast du da!

10.6.07 18:33



Iris hatte die Kunst satt







Iris hatte die Kunst satt. Nicht die Kunst überhaupt, sondern die zeitgenössische, die Kunst am Puls der Zeit, der man doch, wie sie heute meint, den eigenen entgegenpochen lassen sollte. Das Abstrakte, die Installationen, die Fotos, die Videos, die Beipackzettel, die Selbstverstümmelungen, kurz, was sie Scharlatanerie nannte, widerte sie an. Der erste Staubsauger im Museum, sagte sie einmal, sei noch interessant, vor allem wenn ein Kübel mit Putzlappen daneben stehe, der zweite öd, der dritte eine Gemeinheit, für die man, sie meine es zwar nicht todernst, aber eigentlich doch, eingesperrt gehöre. Und all das Weiß, all die leeren Flächen, all die Linien und Quadrate und Kreise, all die abgedrückten Hände und abgeschmackten Selbstbespiegelungen, die verborgen zur Schau gestellte Depression – das hatte sie satt. Dabei hatte Iris selbst so begonnen und war mit ihren Arbeiten erfolgreich gewesen. An der Akademie, wenn Interessierte durch die Klassen schlenderten,blieben sie in neun von zehn Fällen vor ihren Bildern stehen, die eine Rastlosigkeit ausdrückten, ein Irren und Suchen und Verwerfen, eine Anklage der Welt im Namen einer gefeierten, die nicht war und doch.



„Und doch“, hatte sie im Café Prückel gesagt, kurz nachdem wir einander zum erstenMal begegnet waren, „gibt es diese andere Welt immer schon, weißt du, wir leben in ihr, aber der Glassturz darüber, der Glassturz.“ Also viel Glas, viel Glassturz, Kugeln wie jene, über die Wahrsagerinnen sich beugen, um den Leuten zu sagen, was sie hören wollen und was ihnen ohnehin ins Gesicht geschrieben steht. Und diese Glaskugeln hatte Iris, eifrige Studentin des durchsichtigen Leitfadens, wie man's macht, mit Rasierklingen gefüllt, mit Kondomen, Rosenkränzen, Embryos, mit zerrissenen Geldscheinen,zerschnipselten Fotos aus der Geschichte des Grauens, mit kleinen Zetteln, auf die sie im Rausch Sinnloses gekritzelt hatte. Und dann, zwei Jahre nachdem wir ineinander eingezogen waren, flog sie nach Barcelona, um einen Freund zu besuchen, einen blutleeren Hasenfuß, der sich als verletzlicher Künstler verkleidete, der Angst vorm Leben hatte, vorm Geruch der Menschen in der U-Bahn, vorm Lärm der Menschen am Strand, vorm Lachen, Essen, Trinken und Nasedrehen, kurz, ein Prachtexemplar dessen, was sie satthatte nach Barcelona, nach ihrem Ausflug auf den Montserrat.


Clemens Berger (Die Presse)

11.6.07 22:44




Neee.... Mist! Ich glaub, ich werd bekloppt...




http://www.christian-rupp.com/grafik/in-public.jpg



Vor einiger Zeit fand ein User der Windelbabies-Community den Krone-Blog und fragte sich "kann mir jemand erklären, wie manche menschen soetwas von sich geben können? *sprachlos" User "Baerschen" ging die Sache dann wohl zu weit "ich habe mal eine Mail an die Bundespolizei geschrieben... mit der Bitte, die Seite zu überprüfen, denn dass solche Aussagen öffentlich gemacht werden dürfen, geht einfach ein paar hundert Kilometer zu weit. Ich weiß, dass leider solche Sprüche an Stammtischen (und wohl auch im Inet) fast alltäglich sind, aber das geht einfach nicht... sch... was schreib ich, ich bin einfach nur stinksauer!" Das fand ich echt lieb, dass da gleich ein Hinweis an die Polizei gemailt worden war, allerdings lieferte dann User Ginni den Hinweis, dass es sich bei den Zitaten auf www.krone-blog.at um solche handelt, die aus der "Kronen Zeitung" bzw aus dem Krone.at Talksalon stammten. Bärschen war draufhin total fassungslos "neeeeeee... Mist... ich glaub, ich werd bekloppt... sorry... habe mich vom ersten Ärger leiten lassen... jetzt weiß ich auch gerade nicht mehr weiter LG Bärschen PS: Im Grunde ist dabei aber alles noch viel schlimmer, als ich gedacht habe... wenn man bedenkt, dass die Äußerungen dann ja noch viel öffentlicher sind..." Ginni "aber trotzdem... dass die leute so denken? und das öffentlich in ein forum einer zeitung posten?! irgendwie versteh ich da was nicht... " Leider ist aber Baerschen durch die ganze Sache doch etwas zu emotional aufgewühlt worden "Ja stimmt,. Ähm ich habe noch eine Richtigstellung geschickt an die Polizei. Ich hoffe, dass ich jetzt nicht dem falschen geschadet habe. Sorry, Bin gerade ziemlich fertig... wegen beidem - So, jetzt gehts wieder. Das "ja stimmt" ist ziemlich zu kurz als Antwort bei dem Thema. Aber ich verstehe das alles auch einfach nicht. Vielleicht ist es auch besser, es nicht zu verstehen. Menschen zu hassen, nur weil sie existieren... das schlimmste ist, dass ich schon total hasserfüllte ausländerfeindliche Sprüche von Leuten gehört habe, die ich ansonsten für total liebe Menschen gehalten habe. Und da verstehe ich dann einfach gar nichts mehr..."

Ein Danke an Bärschen, dass ich nun doch nicht von der Polizei verfolgt werde!

via Krone-Blog

Bild via christian-rupp.com

15.6.07 08:14



Semmering


Es wurde wieder Winter, November 1912. Überflüssig, die Berg-
landschaft zu schildern. Das können Russen, Schweden, Dänen viel, viel
besser. Sie kennen das Gepräge jedes Baumes, und wie der Schnee sich
ansetzt, je nachdem. Sie kennen die Eintönigkeit und ihre Poesien, sie
kennen die Melodie der Stille, und der Krähen Mißton wird ein schaurig-
melancholisches Leitmotiv: Winter! Ich liebte den Sommer, weil ich
gesund war, und seinen Symphonien von Farben, Düften lauschen konnte, unbeirrt durch etwas, was mich drückt und niederzwingt. Nun
ist es Winter. Ich sehe alles nur so, wie wenn ein gütiges Schicksal
den Abschied mir nicht schwer machen wollte. Eine einzige Begeisterung ist geblieben und ringt sich durch, wie wenn mein Bestes mir erhalten bleiben sollte. Ich sah meine kleine Heilige im roten Wintersportkostüm. Der Wintertag leuchtete auf ihrem geliebten Antlitz. Ich sah sie rodeln, ich hörte ihr geliebtes jauchzendes Gekicher, sie flog davon, den scharfen Kurven nach im weißen Fichtenwalde. Ich hatte sie gesehen! Ich ging zurück ins Zimmer und versank in düsteres Sinnen … Und es ward Winter 1912!


Peter Altenberg in "Die Fackel", Heft 372-373, 1.4.1913, S. 21-22

23.6.07 13:04



aber sag mir woran
woran meine liebe, glauben wir noch







ich träumte von weißen pferden

wilden weißen pferden an einem strand

mitten zwischen den sternen

sah das gesicht einer wahrsagerin



ich glaube an die kartenspiele

und an meinen vorstadtkinderinstinkt

mehr als an die reden der vorsitzenden

nachsitzender, der ich in der schule war



aber sag mir woran

woran meine liebe, glauben wir noch

woran meine liebe, glauben wir noch

woran meine liebe, glauben wir noch



algo se muere en el alma

quando un amigo se va

no me deches aqui, mi amor

no te vayas toda via



ich träumte von weißen pferden

wilden weißen pferden an einem strand

mein lehrer war ein vogel

brachte mir das fliegen bei



aber sag mir woran

woran meine liebe, glauben wir noch

woran meine liebe, glauben wir noch

woran meine liebe, glauben wir noch



Georg Danzer - Weisse Pferde


Machs gut...

23.6.07 13:09



Bildzeugnisse vom obersten Stockwerk des sozialen Fahr"stuhls" -
oder: wo alle BWLer hinwollen
oder: warum das Abendland untergehen wird.









26.6.07 22:39



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