urbaner anti-eskapismus!




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Wir haben ein Problem







Im Fall der Drogen wurde an Lateinamerika das Exempel statuiert. Resultat: Kolumbien, als krasses Beispiel, verkarstet und verblutet, ohne dass der Drogenkonsum in den Industriegesellschaften nachließe. Wie soll man auch in unserer rauen Industriewirklichkeit ohne Drogen auskommen? Die Frage ist nur die nach Geboten und Verboten. Und reine Verbote, ohne Alternativen, bringen unausweichlich Verbrechen, Mafiosi, Geldwäsche, Untergrund. "Prohibition is a trigger for crime", heißt es in Ian Flemings Thriller "Goldfinger". Als die USA im seinerzeitigen Anfall von Fundamentalismus in den 1920ern die Herstellung von Alkohol verboten, vervielfachten sich über Nacht die Schwarzbrenner, die Flüsterkneipen, die mit Maschinenpistolen bewaffneten Gangs, die Neureichen. Noch einmal obsiegte damals die praktische Vernunft, und Alkohol - die Droge schlechthin - kam bei uns, außerhalb der islamischen Einflusszone, wieder frei. (Und sofort sank der Preis für Alkoholika wieder auf den von Mineralwasser.) Heute wütet die Schlacht gegen "harte" Drogen, während die Pharmaindustrie immer unbeschwerter ihre Massen an Antidepressiva als Ersatzdroge auf den Markt werfen darf; gleichzeitig rücken im Verbotsbereich synthetische Produkte, in jedem Chemielabor machbar, nach. Wird Tabak auch bald indiziert sein? Wäre das die Annäherung an das erwünschte Paradies? Eine gesunde, nüchterne, abgeschlankte, jederzeit einsatzbereite und leistungsfähige Bevölkerung, die unter strenger Aufsicht des Staates, immer lückenloser videoüberwacht, die neoliberalen Vorgaben der postfordistischen Produktion erfüllt?
[...]























Der Kommunismus ist Geschichte, der Kapitalismus übrig geblieben. Nun haben wir das, was man gerne als ziellose Gesellschaft bezeichnet. McWorld, die Welt der multinationalen Konzerne, gedeiht prächtig - aber das ist nur für die Profiteure dieser Entwicklung eine gute Nachricht. Und die Profiteure sind nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Für den großen Rest sieht die Lage nicht besonders rosig aus: Kräftig in eine Rentenkasse einzahlen, aus der man nichts mehr rausbekommt. Die Steuern zahlen, um die sich die Vermögenden drücken. Immer weniger Leistungen der Krankenkassen bei steigenden Beiträgen. Alles wird teurer bei stagnierenden oder sinkenden Realeinkommen. Das Vertrauen des Volkes sind seine politischen und wirtschaftlichen Eliten ist bei null angekommen, kein Wunder: Sie predigen Wasser und saufen Wein in nie da gewesener Arroganz und Hemmungslosigkeit. Für Bäder, Sportstätten, Jugendklubs, Kultur und Bildung ist kein Geld mehr da. Das soziale Netz bekommt immer größere Löcher. Die Arbeitslosigkeit steigt und steigt, ganze Landstriche veröden und versinken in Hoffnungslosigkeit und jung sein bedeutet scheinbar nur noch Perspektivlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Rechtsradikalismus, Gewalt und Kriminalität.





Die Neoliberalen haben es faktisch geschafft, nach der Implosion des sowjetischen Imperiums die ganze Welt in eine Art wertfreie Freihandelszone zu verwandeln, in der nur noch die Gesetze des Marktes wirken. Mit fatalen Folgen für die betroffenen Gesellschaften. Die globale Macht des Finanzkapitals scheint alle Grenzen niederzureißen, alle Kulturen zu vernichten und die Nationalstaaten zu entmachten. Wenn es nicht schon passiert ist. Die transnationalen Konzerne und ihre Eigner haben sich eine Welt geschaffen, wie sie ihnen gefällt: Mit Steueroasen, erpressbaren Regierungen, willfähigen Ökonomen, die stets neue Theorien entwickeln, warum eine Theorie mit fatalen Folgen doch richtig ist, entmachteten Gewerkschaften und kontrollierten Medien, die die Heilsbotschaft der nihilistischen neolibaralen Ideologie 24 Stunden am Tag verbreiten: Alles wird besser, wenn nur alles privatisiert wird.

Aber nichts wird besser, im Gegenteil. Alles geht den Bach runter und die Missionare der neoliberalen Ideologie verlieren zunehmend an Glaubwürdigkeit. Zwar funktioniert die Medienmaschine nach wie vor bestens, doch irgendwann fühlt auch der letzte Trottel sich verkohlt.
[...]























Der Intellektuelle und der Kleinbürger haben eins gemeinsam. Ihre Spießigkeit. Jeder von ihnen ist bemüht seine kleine Welt, zu erhalten und alles was sie bedroht, zu vernichten.
[...]

4.1.07 21:23



Die neue Subversion: Das System erst recht aus der Bequemlichkeit heraus kritisieren










Anno 2000 ist die Welt noch genauso primitiv wie zu Beginn der Zeitrechnung. Stammeskriege, Religionskämpfe, Genozide - die Menschheit ist kein bischen weiser geworden.
Jeder Fortschritt muss zwangsläufig technischer Natur sein, denn übertragen und weitergegeben werden kann nur Wissen, nicht aber Weisheit. So muss jede Generation, oder besser jeder Mensch, in der Philosophie das Rad neuerfinden.

















Neid lähmt. Er frisst unsere Energie und behindert uns in unserem Streben nach Glück. Neidischen Gefühlen nachzugeben, ist unrealistisch. Fast nichts auf der Welt verläuft so, wie es sollte. Wer sich damit nicht abfinden will, verbittert.
[...]





















MINDDESIGNER

An einem Scheitelpunkt seines Lebens beginnt der Minddesigner, sich um sein Karma zu kümmern. Um sich dematerialisieren, tauscht er seinen teuren Porsche gegen ein ebenso teures antikes Buddhaköpfchen aus Thailand und fährt jetzt auf dem Köpfchen zu seinen Meetings.






Am nächsten Sonntag ist Europawahl. Ich werde England wählen.





Humor ist, wenn man trotzdem nicht lacht
(obwohls vielleicht tatsächlich lustig war)

[...]
























Bullshit ist immer dann unvermeidbar, wenn die Umstände Menschen dazu zwingen, über Dinge zu reden, von denen sie nichts verstehen. Die Produktion von Bullshit wird also dann angeregt, wenn ein Mensch in die Lage gerät oder gar verpflichtet ist, über ein Thema zu sprechen, das seinen Wissensstand hinsichtlich der für das Thema relevanten Tatsachen übersteigt. Diese Diskrepanz findet sich häufig im Leben, in dem Menschen sich - aus eingen Antrieb oder auf Anforderung anderer - oft gedrängt sehen, sich eingehend über Gegenstände auszulassen, von denen sie wenig Ahnung haben.
[...]
























Stress? Schlafstörungen? Ein "Sensiberl"? Nicht Effizient genug?

Mit XANOR (trotzdem) zum Erfolg!

























Sei doch einmal offen!

























Die, die etwas machen, machen es gerne. Sonst machen sie es nicht lange. So macht letztendlich jeder, was er macht.

Nur ganz wenige heiraten an die Nordsee und werden Kapitäne.
























Daß wir uns im Angesicht des Todes mit einem Mal ans Leben klammern, legt den Schluß nahe, daß wir nicht etwa den Geschmack am Leben selbst verloren ahben, dessen Ende wir bislang in weiter Ferne wähnten, sondern am täglichen Einerlei, daß unsere Unzufriedenheit sich eher einer bestimmten Lebensweise verdankt als dem vermeintlich unabänderlichen Elend der menschlichen Erfahrung. Haben wir den tief verwurzelten Glauben an unsere Unsterblichkeit erst einmal abgelegt, werden wir rasch begreifen, daß unter der Oberfläche eines scheinbar qualvollen, immerwährenden Daseins eine Vielzahl ungeahnter Möglichkeiten lauert.
[...]

























Wird immer alles einmal Mainstream?























Das kommt aber schon drauf an, oder?
























Hauptsache das Geld stimmt.
























Hip. Nicht hip. Die Dialektik der Adoleszenz.
























Von der Dialektik der Adoleszenz sprechen: Wieder hip sein wollen.



Und es geht weiter!

18.1.07 23:05



Ein Satz. Ein Manifest:


"Alle menschlichen Verfehlungen sind das Ergebnis eines Mangels an Liebe."
Alfred Adler

27.1.07 17:05



Success News aus dem Jahr 2040








Red Bull-Rewe-Center, Wien: Auch heuer wieder gingen die 25. Austrian Businessgames - Make time a success, über die Bühne. Vor beinahe 20000 Zuschauern, u.a. zahlreiche Executives, eröffnete Salzburgs Landeshauptmann und Kanzlerkanditat der liberalen Wirtschaftstreibenden Österreichs (LWÖ), Heinrich Mateschitz dieses hochkaratige Sport- und Networkingevent.
Die Relax- und Wellnessinseln des Red Bull-Rewe-Centers wurden in den Pausen auch genutzt und so konnte sicher der eine oder andere Contract gesigned werden.

Sportlich stachen heuer zwei Teams besonders hervor: Das Superfund-Team, wie jedes Jahr ein heisser Titelkanditat, bekam heuer Konkurrenz vom Team Deloitte. Der starke Neueinsteiger, gespickt mit zahlreichen Highperformern und Highpotentials, liesen ihren Schlachtruf - "Don't ask what the business can do for you, ask what you can do for the business!" vor jeder Disziplin durch die Halle-powered by Sony, schallen.

Auch heuer wieder wurden vor den Wettkämpfen Innovationen der Österreichischen Schulen prämiert und die MBA Gutscheine waren wie immer heiss begehrt. Schließlich gilt eine fundierte MBA Ausbildung der Vereinigung der privaten Universities Österreichs, die derzeit ihren Gesamten Studenten, Nachwuchs- und Junior Exective Anteil bei 75% aller Studierenden hält, als Eintrittskarte in die Vorstandsetagen der Wirtschaft.
Der Sieg ging an ein Schoolteam der Wr.Städtische-Frequentis HTL-Donaustadt, das mit innovativen Werbedisplays für Sportbekleidung überzeugen konnte. Der Sprecher der Vereinigung der privaten Universities Österreichs, Hofrat Univ.Prof. DDr. Karl-Heinz Grasser betonte das Anliegen der Organisation, bestimmte Succcesstopics wie Accounting, Controlling und Teambuilding bereits in der Volksschule einzuführen, um so optimale Karrieremöglichkeiten bieten zu können.
Platz 2 ging an ein Team der Vereinigten Wirtschafts- und Technikschulen Baden-Siemens, deren HighTech und State-of-the-Art Wärmebildkameras bereits vom Sicherheitsrat und der Streitkräfte der Europäischen Union im Kampf gegen Schlepperbanden an der Grenze Spanien-Marokko eingesetzt werden. Der Leadspeaker Nike Müller betonte, dass die Aufgriffszahlen der Illegalen seit der Einführung um 25% gesteigert wurden und er freut sich mit seinem Team an dieser massiven Effizienzsteigerung mitgewirkt zu haben.

Wie jedes Jahr eine gelungene Veranstaltung und man darf sich zu recht auf die World-Business-Games 2040 in der BMW/VW City München freuen. Die starken Superfund- und Deloitte Teams können sich zu Recht Chancen gegen den Titelverteidiger Apple Computers USA ausmahlen.

28.1.07 10:10



Aus aktuellem Anlass







Ausschnitt aus "Running Wild", Dokumentarfilm, Director: Egon Humer, 94 Minuten / © 1992:

Running Wild [mp3]

28.1.07 10:14





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