urbaner anti-eskapismus!




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List und Tücke statt Anstand! So sollen Headlines sein!

Zielgruppe: Versicherungskeiler mit Polizeischulen Rausschmiss bis zur kompletten WU. Man wär ja dumm würde man solchen **** nicht drucken, oder? Der Markt ist da, die Nachfrage gegeben und die "Direktmarketing-Agents" für Trend & Co. haben alle Hände voll zu tun.




Die besten Hinterfotzigkeits Tricks für den Business Krieg!








Wie war das noch mal mit "a hackl ins kreiz"


und der


"Diktatur der Angepassten" ?








Wir lehnen uns noch weiter zurück und schauen weiter zu.
Es wird immer lustiger...

1.6.06 19:14






Die Enge war nicht mehr auszuhalten! Der ORF gibt FS1 und FS2, kein Internet, keinen "Standard"! Die politische Correctness des "Falter" langweilt mich. Mein Fernsehkonsum geht gegen Null. Videos, zum Glück! Telefonieren ist teuer. Mein an Krebs erkrankter Großvater schießt sich mit seiner Wehrmachtspistole in den Kopf. Ich zelebriere das Überleben am Existenzminimum und träume davon, einmal berühmt und reich zu sein. Mit protestantischer Arbeitsethik gehe ich ans Werk. Ich bin 27 Jahre alt und changiere zwischen Leichtigkeit und Schwere. Die Gewinner sind stets jene, die der ideellen Mainstream-Gemeinschaft angehören. Das interessiert mich nicht! Ich lebe in einem Zwischenreich, das wird noch länger existieren als mir dann doch lieb sein will. Ich will siegen, leben! Der Blick zurück, 17 Jahre später: Es zeigen sich in aller Deutlichkeit Risse und Sprünge, auch Muff. Vorsicht! Es ist die Zeit vor der Globalisierung! "Corporate Identity" taucht als Schlüsselbegriff auf. Ohne Visionen traut sich niemand auf die Straße. Wertewandel, Individualisierung, Gegenaufklärung. Neue Technologien und Kreativität treten in die Mitte, das sind die 80er-Jahre des vorigen Jahrhunderts, ich besitze eine giftgrüne Hose, färbe mir die Haare blond. Mir läuft es bei den Wörtern "voriges Jahrhundert" kalt über den Rücken. Wir schreiben das Jahr 2003. Die "Insel der Seligen" ist, wie erwartet, von der Ökonomisierung des Lebens und dem Umbau der Demokratie in eine Wirtschaftsgesellschaft ebenso erfasst wie der Rest der westlichen Welt. "Nur wenn du reich bist, bist du frei!" Österreich gehört noch immer zu den zehn reichsten Nationen dieses Planeten. Die Spareinlagen inklusive aller Anlagepakete belaufen sich auf rund 130 Milliarden Euro. Nicht schlecht nach dem Crash vor zwei Jahren! Mein "Ich" von 1986 wurde Mainstream: Identität wurde zum Thema der Ökonomie schlechthin! Jetzt fließt alles reibungslos ineinander: Individualität, Technologie, Sex, Musik, Mode, Medien, … bla, bla, bla.






In den poststrukturalistischen Diskursen suchte ich eine Art Heimat. Alles wurde weiter zertrümmert: der Autor, die Genialität, der Künstler, das Werk, "Sexualität und Wahrheit" (Michel Foucault, 1986). Aus Kierkegaards "Entweder-Oder" wurde "Sowohl als auch". Gar nicht schlecht!
Mein "Ich": eine typische kleinbürgerliche Vita, dieses Selbst. Der Versuch, letzte Reste meines Provinzialismus abzuschütteln, obwohl es mir noch sehr lange schwer fällt Widersprüche zuzulassen. Idealismus, Romantik, Totalitarismus waren tief eingegraben. Zerrissen in den 80ern! "Masse und Macht" - die Nachwehen der Nationalsozialisten waren auf meiner Gehirnhaut deutlich in Form meiner Eltern zu spüren.






Die Ökonomie übernimmt die Stafette von der Vernunft. Globalisierung! Dabei gehe ich mal für eine Zeit lang verloren. Ökonomie!
"Dein Kapital oder deine Arbeitskraft, alles andere ist unwichtig, man wird dich stets innerhalb der erweiterten Grenzen des Systems wiederfinden. Geld und Markt, das ist alles, wofür sie zu sorgen hat. Du willst überleben, und du hast deine Träume? Mehr ist nicht erforderlich, damit sich ein jeder in die Allgemeinheit des Ökonomischen einführe, damit er sich in ihr wiederfinde, sich über seine Leistung freut oder als Versager fühlt."
(Joachim Koch: Megaphilosophie. Das Freiheitsversprechen der Ökonomie)
[...]

2.6.06 17:00




Wir harren der Dinge...





[...]

8.6.06 20:41




Helmi, ORF - Foren und der autoritäre, viertelgebildete Mittelschichtsdurchschnittsösterreicher





Kommentare aus oesterreich.orf.at/stories/114815:




wulfman, vor 2 Stunden, 50 Minuten
aus rücksicht auf unsere muslimischen mitbürger bin ich dafür, dass der helmi eine partnerin beigestellt bekommt, die einen türban (islamisch gebundenes kopftuch) trägt, vielleicht sollten wir auch in erwägung ziehen, den helmi auf muratli umzutaufen



itedomum, vor 1 Stunde, 41 Minuten
ich find das auch blöd. Gerade unsere Türkischen Mitbürger sind ein Vorbild an Verkehrssicherheit, Nachgibigkeit und Besonnenheit im Straßenverkehr - müssen sie ja auch - mit 17 Kindern auf der Rückbank eines Calibras würde ich auch besonders vorsichtig fahren.



drzoid, vor 1 Stunde, 4 Minuten
isegrim, es ist natürlich leicht DIE Anderen alle dem Proletariat zuzuordnen, während man sich selbst der akademischen Elite zuordnet und so seinen Überwertigkeitskomplex stärkt. Ob das der Realität entspricht und viel weiterhilft ist aber fraglich. Aber zurück zum Thema ....

Anstatt in bester österreichischer Raunzerart nur zu kritisieren, sollte man sich vielleicht eher Gedanken machen, warum denn viele diese von dir kritisierte pöse, pöse "Rassisten" Einstellung haben. Der größte Teil wird wohl kaum wirklich in die Rassisten "Kategorie" fallen (ein paar gibt es natürlich immer, aber die sind die Minderheit) sondern wird vielmehr von der Migrationspolitik (und Migrationsforderungen der Grünen) der letzten Jahre genug haben. Und das kann man auch zum Teil leider auch verstehen, wenn man sich viele Wiener Bezirke ansieht.

Kommentare wie wulfmans werden natürlich auch durch Geschehnisse wie diese Schnitzel-Farce weiter bestärkt.

Ich finde man sollte eher die Ursachen für den von dir genannten Frust herausfinden, als sich einfach nur über DIE Anderen zu beschweren.

PS: Warum ist denn ausgerechnet nur Rassismus schlecht? Schließlich wird heute in Österreich noch immer täglich Sexismus und Speziesismus gelebt. Sollten wir nicht zuerst diese beiden Probleme in Angriff nehmen?
10.6.06 12:30






Das Ende des Zweiten Weltkrieges und der Wiederaufbau Österreichs kann indes nur verstanden werden vor der antiliberalistischen Transformation Österreichs aus einem Täter- in ein Opferkollektiv. Das zugehörige Wirtschafts- und Politikmodell baute auf den Gründungsmythen der zweiten Republik, vor allem einem Industrialisierungs-Habitus (Bau von Kaprun), der auf den kollektiven Habitus des Austrofaschismus zurückging. Mit den Großparteien SPÖ und ÖVP entstand das, was Johannes Agnoli als "plurale Fassung einer Einheitspartei" trefflich umschrieben hat.

In dieser großkoalitionären Stimmung nach 1945 verzichteten SPÖ und ÖGB auf jeglichen „Klassenkampf“ und die Konservativen im Gegenzug auf ihre habitualisierte Dollfuß-Verehrung. Dies war erst 2003 wieder der Fall. Der großen Koalition entsprach funktional eine neben dem Parlamentarismus agierende Sozialpartnerschaft. Dieser Korporatismus sorgte nicht nur für eine ausgesprochene „Streikferne“ der Gewerkschaften, sondern auch für ihre nachhaltige Integration in den Staatsapparat. 1946 konstituierte sich im Sozialministerium die Zentrallohnkommission, auf welche die Befugnisse des „NS-Treuhänders der Arbeit“ übergingen, womit zugleich auch der Grundstein zur modifizierten Fortführung der "Gemeinnutz geht vor Eigennutz"-Ideologie gelegt war. Die materielle Grundlage für die Sozialpartnerschaft wurde allerdings bereits in der NS-Zeit geschaffen.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich kam es ja zu grundlegenden Veränderungen in der Wirtschaftsstruktur, welche die dynamische Entwicklung Österreichs nach 1945 überhaupt erst ermöglichten. War Österreich vor 1938 ein Land, dessen Wirtschaftsstruktur im wesentlichen aus Kleinbetrieben und Landwirtschaft bestand, stand es nach den sieben Jahren seiner Zugehörigkeit zum Deutschen Reich als Kleinstaat mit zukunftsträchtigen industriellen Betrieben da. Diese Industrien (etwa die VOEST in Linz - vormalig Hermann-Göring-Werke) bildeten das Kernstück der verstaatlichten Industrie, ohne die die Sozialpartnerschaft in dieser Form nicht hätte existieren können.

Der österreichische Korporatismus war nicht einfach nur ein Instrument der wirtschaftlichen Gestaltung, sondern hatte den faschistischen Sozialpakt zum Vorläufer. Die Sozialpartnerschaft war nicht nur eine Konstruktion, die ein harmonisches Verhältnis von Arbeit, Kapital und Staat herstellt, sondern auch eine Strategie zur Homogenisierung und Formierung der Gesellschaft. Sie war ein nationales Dach, Grundlage eines nationalen Kollektivismus.

[...]

20.6.06 10:42



Huach zua - Insel






Vielen dank, Frau Spira für dieses Kleinod!






I am free!






















Hier kommt Trotzki nun zu seiner Analyse des Faschismus, des zweiten Knechts der österreichischen Bourgeoisie. Dessen soziale Basis ortet er im Kleinbürgertum und allen nur denkbaren deklassierten Elementen, “an denen Österreich so reich ist”. Diesen verzweifelten, heruntergekommenen Kleinbürgern bietet der Faschismus eine politische Perspektive - “einen rettenden Umsturz, der ‘die Marxisten’ hindern soll, fortan die Prosperität von Landwirtschaft, Handel und Gewerbe zu blockieren.” [...]























Im Hinblick auf die österreichische Identität ist hier von drei Mythen die Rede: vom goldenen Mythos (habsburgische Mythos – Claudio Magris), vom schwarzen („schildert das goldene Österreich der einen als ein besonders bösartiges, historisch rückschrittliches und reaktionäres Gebilde“) und vom weißen Mythos („das ist die Erfolgsgeschichte der II. Republik, die auch von der Gnade des Vergessens lebt“), der im Jahr 2005 „auf allen medialen Fronten ungeahnte Triumphe feiern wird“. [...]























Es herrscht hier zu Lande - man weiß es - ein prekäres Verhältnis zum Nationalen. Was ist/isst Österreich? Sonntags Wiener Schnitzel! - Da die Bedürfnisse des Darmes auch in jener Hinsicht tiefer sitzen, als der Hunger immer zuerst kommt, wollen wir einmal an dieser prosaischen Stelle weiterdenken.
























22.6.06 18:17



Laungsam werma wia ma san







Und die Fähigkeit der Menschen zum Selbstbetrug ist unermesslich, sie ist so gewaltig wie ihre Begierde nach Sinn. Und da ihr Leben keinen hat, erfinden sie ihn: So haben sie zunächst die vielen Götter erfunden und dann den Einen, die Gebote, die unsterbliche Seele und ein Jüngstes Gericht; sie haben die Geschichte erfunden, die Menschheit, den Geist und die Moral, letztlich das ganze Sammelsurium der "Kultur" - alles Dinge, die den Einzelnen, der ihre Quelle ist, unendlich überragen, die seinem Leben einen "Sinn" geben und einen moralischen Halt, indem sie ihn verpflichten. Die wahre Leidenschaft des Menschen ist die Knechtschaft; deshalb ist er "sozial": "Was soll nicht alles Meine Sache sein! Vor allem die gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sache der Menschheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit; ferner die Sache Meines Volkes, Meines Fürsten, Meines Vaterlandes; endlich gar die Sache des Geistes und tausend andere Sachen. Nur Meine Sache soll niemals Meine Sache sein! ,Pfui über den Egoisten, der nur an sich denkt!'" [...]
























Ist das nun eine Katastrophe für Österreich?


Steinhauer: Die Katastrophe für Österreich ist, dass der ÖGB in einem solchen Zustand ist - weil er von der Idee her eine so wichtige Funktion hat. Wer wird denn jetzt die Mindestlöhne aushandeln, wer sonst soll die Arbeitnehmer gegen die Profitgier der Wirtschaft vertreten? Dort herrscht ja sozusagen der kategorische Komparativ!
[...]























"Von da an begann seine Abscheu gegen den durchschnittlichen Mainstream"












sich abgrenzen, nonkornformismus, sein bestes geben










eine rolle spielen, entfremdung, erhaltung der art









kunst als individualschrei des standard homo sapiens sapiens, sich im rudel beweisen









wenn eine lobby überhand nimmt, das mit dem aufs auge drücken, die lobby der finanzspekulationswelt und ihre codicies








gediegene anzüge und krawatten, die nachfolge des adels in der bürgergesellschaft und ihre diktatur









menschen - tiere, ersatzstrategien, ökonomisches schlachfeld, kompensation








die dialektik der aufklärung und ihre dekadente manifestation










berater und dienstleistungswelt, sich verkaufen können, als ökonomisches individuum funktionieren









»Es gibt heute keine Aktivität, die nicht vom Kapitalismus überkodifiziert ist: Fernsehen, pissen, betrügen sind keine bloßen Tätigkeiten, alles ist restlos in den Netzen des Kapitalismus kodifiziert, alles ist Arbeit« (Félix Guattari).









"Im Gegensatz zu Vivien war ich nie stolz auf meinen Studienabschluss. Die Diplome sind in diesen Konzernen überhaupt nichts wert, im Gegenteil, sie sind nur ein Beleg für das erworbene Sitzfleisch, dass man die Dummheit der Professoren und Kommilitoninnen zu ertragen gelernt hat und die Herdenmentalität eines Konzerns jederzeit adaptieren kann." [Gelich - "Chlor]

30.6.06 14:25





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