urbaner anti-eskapismus!




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Soziologie ist die Königin der Wissenschaften.
Ungleich den andern Wissenschaften, die kleine Segmente des Lebens analysieren, integriert Soziologie alles Wissen über die Menschheit.























Fortan, so Bauer verbittert und hämisch, sei die Staatsgewalt in Österreich von "Kleinbürgern der alpenländischen Provinzstädte und Honoratioren der Dörfer" ausgeübt worden. Diese repräsentieren freilich "nicht eine gebildete, weltläufige, herrschgewohnte Bourgeoisie, sondern ein unwissendes, provinzielles, klerikales, vom Ressentiment gegen alles Großstädtische, alles Neue, alles Europäische erfülltes Spießbürgertum".

[Otto Bauer in "Die Ordnung des Fortschritts"
von Bernd Weiler]





























Zynismus heisst: Den Ernst der Lage erkennen - und trotzdem den Humor behalten.

















16.12.07 12:19



Es gibt keine Antworten, nur Querverweise



















Doch der bürgerlich-dialektische Prozeß ist im Begriff, abzulaufen; der mystische Nullpunkt ist nahe. Jenseits liegt das neue Reich, in dem die Technik organisch wird, weil es außerhalb ihrer nichts gibt. «Arbeit» ist dann nicht mehr eine Tätigkeit, die durch Ihren jeweiligen Zweck bestimmt und beschränkt wird, sondern sie ist umfassend und hat kultischen Rang. Innerhalb Ihrer ist der einzelne nicht mehr allein, nicht mehr mit einem von Zweifel verzehrten Streben nach dem unzugänglichen Absoluten belastet, er ist nicht mehr Individuum, sondern Repräsentant eines Typus, der "Gestalt" des Arbeiters und die Arbeit ist der ihm gemäße Lebensstil. Seine menschliche Verpflichtung ist erfüllt, indem er hingegeben seiner Aufgabe obliegt. Ihm werden Herrschaft und Dienst, Spiel und Arbeit eins. Es ist dabei nicht einmal nötig, daß er sich des Ganzen dauernd bewußt bleibt: keine absolute Wahrheit wird angestrebt, sondern das Gesunde und Gute; im Interesse des Lebens muß vieles vergessen werden.
[...]
























Dem letzten Adorno-Anhänger wird klar werden, woher dieser seinen Stil und seine wesentlichen Erkenntnisse bezog. Die österreichische Staatsgründungslegende wird entrümpelt und zur Kenntlichkeit entstellt werden, wenn jetzt Die dritte Walpurgisnacht, der radikalste Text zum Dritten Reich überhaupt, erforscht und neu herausgegeben werden kann.

Jeder, selbst der naivste Leser, wird darin erfahren, was man tatsächlich alles schon 1933 wissen konnte, vorausgesetzt, man war wach und fähig, das Ungeheure in allen zugänglichen Zeitungen wahrzunehmen.

So ist es gekommen, und dass man Karl Kraus absichtsvoll vergaß, weil er den politischen Ideologen und Haudegen des Kalten Kriegs, die über die Poesie bestimmen durften, nicht in ihren Kram passte.
[...]
























Des Esseintes ist eigentlich ein Selbstbildnis; Huysmans fehlte zwar der Reichtum und die vornehme Abkunft seines Helden, doch teilte er dessen neurotische Empfindsamkeit; sein Verlangen nach Einsamkeit; seinen Abscheu vor der Mittelmäßigkeit; seine leidenschaftliche Gier nach allem Neuen.
[...]

























Den unersättlichen Imperativen der Leistungsgesellschaft wird in zwölf zauberhaften Songs ein Gegenmodell entgegengehalten: ein Ausweg aus der besinnungslosen Maschinerie des propagierten „Immer-Mehr“ ist nur möglich, wenn man bereit ist, die Waffen zu strecken: zu kapitulieren. In der Kapitulation wird sichtbar, wie erlösend und stark eine Position der Schwäche sein kann.
Vor 13 Jahren begannen Tocotronic, ihren Weltekel, all die Frustration und Resignation des Heranwachsens in rotzig-subversive Slogans zu verpacken. Die Sympathie ganzer Generationen studentischer Weltverbesserer war ihnen gewiß. Wer in akademisch-intellektuellen Tagträumen gefangen war, kannte die artikulierte Abscheu vor jener Mittelmäßigkeit, deren Allgegenwart die eigene Existenz immer schon einschloß, nur zu gut. Das wäre möglicherwese nichts besonderes gewesen, wenn Tocotronic – und dies zeichnete die Band vor allen anderen aus – nicht stets erkennen ließen, daß sie sich darüber bewußt waren, daß ihre Artikulation des Protests stets essentieller Bestandteil dieser jämmerlichen Kleinbürgerlichkeit war, die man zu kritisieren vorgab.
[...]





16.12.07 12:10



ihre Beschäftigungen armselig, ihre Berufe erstarrt und mit dem Leben nicht mehr verbunden






Mein lieber Herr Kappus,
Sie sollen nicht ohne einen Gruß von mir sein, wenn es Weihnachten wird und wenn Sie, inmitten des Festes, Ihre Einsamkeit schwerer tragen als sonst. Aber wenn Sie dann merken, daß sie groß ist, so freuen Sie sich dessen; denn was (so fragen Sie sich) wäre eine Einsamkeit, welche nicht Größe hätte; es gibt nur eine Einsamkeit, und die ist groß und ist nicht leicht zu tragen, und es kommen fast allen die Stunden, da Sie sie gerne vertauschen möchten gegen irgendeine noch so banale und billige Gemeinsamkeit, gegen den Schein einer geringen Übereinstimmung mit dem Nächstbesten, mit dem Unwürdigsten ... Aber vielleicht sind das gerade die Stunden, wo die Einsamkeit wächst; denn ihr Wachsen ist schmerzhaft wie das Wachsen der Knaben und traurig wie der Anfang der Frühlinge. Aber das darf Sie nicht irre machen. Was not tut, ist doch nur dieses: Einsamkeit, große innere Einsamkeit. Insich-Gehen und stundenlang niemandem begegnen, - das muß man erreichen können. Einsam sein, wie man als Kind einsam war, als die Erwachsenen umhergingen, mit Dingen verflochten, die wichtig und groß schienen, weil die Großen so geschäftigt aussahen und weil man von ihrem Tun nichts begriff.
Und wenn man eines Tages einsieht, daß ihre Beschäftigungen armselig, ihre Berufe erstarrt und mit dem Leben nicht mehr verbunden sind, warum dann nicht weiter wie ein Kind darauf hinsehen als auf ein Fremdes, aus der Tiefe der eigenen Welt heraus, aus der Weite der eigenen Einsamkeit, die selber Arbeit ist und Rang und Beruf? Warum eines Kindes weises Nicht-Verstehen vertauschen wollen gegen Abwehr und Verachtung, da doch Nicht-Verstehen Alleinsein ist, Abwehr und Verachtung aber Teilnahme an dem, wovon man sich mit diesen Mitteln scheiden will.
[...]


8.12.07 11:45



Aber freuet euch, ein neues Manuva Album kommt bald!





11.11.07 21:55



IMPORT EXPORT, das Donauplex, die Millenniumscity und das Urchristentum





















Zu Ihren Figuren wird oft geschrieben, Sie brächten Extreme menschlichen Verhaltens auf die Leinwand. Sie selbst dagegen betonen öfters, es handle sich um ganz typisches menschliches Verhalten. Können Sie diesen Widerspruch auflösen?

Ich finde nicht, dass ich Extreme zeige, sondern mitunter alltägliche Dinge, die sehr viele Menschen und sehr viele Bereiche der Gesellschaft betreffen. In IMPORT EXPORT geht es um die Geriatrie, um die Arbeitslosigkeit, um die Versuche, als junger Mensch einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Das ist etwas Alltägliches für mich.
Nochmals Feinstein. Er meint, Sie machen Leute sichtbar, die man sonst nicht sieht: exzessive, obsessive Charaktere. Da muss ich widersprechen, das finde ich überhaupt nicht. Welche Figur von IMPORT EXPORT sollte das sein, die man sonst nicht sieht? Wenn Sie sich in einem bestimmten Milieu bewegen, wenn Sie in das Donauplex , in die Millenniumscity oder in ein Shoppingcenter gehen, und genauer hinsehen, werden Sie diese Leute kennen lernen. Wenn Sie sich unter jugendlichen Arbeitslosen umschauen, dann werden Sie viele Typen wie den Pauli aus meinem Film finden.
[...]























Indem Ulrich Seidl solche oft verdrängte Wirklichkeit ins - formal stilisierte - Bild rückt, zeigt er hinter aller sozialen Tristesse aber auch die Sehnsucht nach einem besseren, humanen Leben auf. Der Regisseur selbst sieht sich als vom Urchristentum geprägt.
[...]
























Dem politisierenden Intellektuellen geht es also letzten Endes gar nicht um Politik, sondern um Sinn und Bedeutung. Und folglich kann er nicht Verantwortungsethiker, sondern muß Gesinnungsethiker sein. »>Verantwortlich< fühlt sich der Gesinnungsethiker nur dafür, daß die Flamme der reinen Gesinnung, die Flamme z. B. des Protestes gegen die Ungerechtigkeit der sozialen Ordnung, nicht erlischt. Sie stets neu anzufachen, ist der Zweck seiner, vom möglichen Erfolg her beurteilt, ganz irrationalen Taten, die nur exemplarischen Wert haben können und sollen« (Politik als Beruf). Was Weber die »geschulte Rücksichtslosigkeit des Blickes in die Realitäten des Lebens« nennt »und die Fähigkeit, sie zu ertragen und ihnen innerlich gewachsen zu sein«, ist dieser Intellektuellen Sache nicht.
[...]

11.11.07 21:04



Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten



























Textstelle aus "Die Erben der Tante Jolesch" von Friedrich Torberg:

"Neuer Fick-Rekord"

[S. 200, dtv 1644]
























So aber dient Scoglio Pomo einer Gesellschaft debiler Graf Bobbys, überfressener Damen und holländischer Bohnenkönige als mondäner Kurort. Es geht bunt und prunkvoll zu in diesem sagenhaften Atlantis des liebenswert vertrottelten Österreichertums: Man pflegt seine Marotten und lebt seinen Spleen, man feiert Bälle auf Geisterschiffen, bis der Zauber endlich schwindet, dann liegt man im Wasser. Als die britische Flotte auch noch die letzten Reste der Märcheninsel in Trümmer schießt - ein bedauerlicher Irrtum - und dem greisen Kaiser sein Würstelfrühstück verdirbt, ist das Schicksal dieses Traumreichs endgültig besiegelt.
[...]
























Nach meinen Reisen nach Japan und China wurde mir unter anderem die Ambivalenz der westliche Individualgesellschaft bewusst. Themen wie Freiheit, Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung, und Unabhängigkeit die zunehmend durch Globalisierung und drohende Terrorgefahr an Relevanz verlieren. Machtverschiebungen von politischen Entscheidungsträgern hin zu Lobbyisten, mediale Manipulation, Einschränkung der persönlichen Freiheiten durch zusätzliche Vorschriften und Kontrollen, zunehmende Verarmung und akuter Bildungsnotstand als Nährboden für jede Art von Polarisierung in der Bevölkerung.

Das Individuum wird reduziert auf Äußerlichkeiten, Leistung und Status.
[...]


























„Wir wollen Sie hineinführen in ein Land, das im Jahre 1977 noch nicht überschwemmt ist von Fremdenverkehr und Technik, aber auch noch nicht erlegen ist der Hast der Manager und all derer, die damit zu tun haben.“



So wird in dem Buch auch Folgendes über die Waldviertler Bevölkerung aus dem „Donauländchen“ zitiert:
„Das Volk dort ist mittelgroß, hager, blond, blauäugig, mit großer Kinderschar, in niedrigen Häuschen mit kleinen Fenstern, TBC anfällig und durch das Rauchfleisch (Geselchtes) oft magenkrank. Die kleinen Kinder müssen zur Beruhigung einen Mohnlutscher bekommen, schon früh arbeiten und der Schulbesuch ist schlecht. Trinkwasser und Jauche hemmen im Gemenge die Gesundheit. Das Volk ist religiös. Wallfahrten nach Maria Taferl und Mariazell – zu Fuß natürlich – gehören zum Jahresablauf.“
[...]

























Die Zweite Religiosität ist eine Art von Trostmittel für die machtlosen Massen der zivilisatorischen Spätzeiten. Die Fellachenvölker werden in der Zeit des so genannten Weltfriedens in Menge hingemordet, aber verzichten selbst auf Gewaltanwendung. Sie ergeben sich in ihr Schicksal und suchen Zuflucht bei Formen der Religiosität, die sie in der Frühzeit ihrer eigenen Kultur vorfinden. Aufklärung und Rationalismus haben zwischenzeitlich die Menschen der Religion entfremdet und den Versuch unternommen, sie zur Mündigkeit und Freiheit zu erziehen. Mit dem Niedergang der Freiheitsidee jedoch ist auch der Rationalismus diskreditiert und der Hunger nach Metaphysik meldet sich wieder.

Kennzeichen der Zweiten Religiosität ist eine demütige Annäherung an den Mythos der Vorzeit, eine Reprimitivierung in den Religionsformen und die Neigung zum Synkretismus. Die Zweite Religiosität ist die anorganische, künstliche Form der ursprünglichen Religion. Sie schlägt den Menschen, der ihr nachhängt, nicht weniger intensiv in Bann (Spengler meint, in spätesten Zeiten werden die Menschen sämtlich wieder fromm, wie im spätantiken Ägypten, im heutigen Islam sichtbar). Aber sie weist keine zukunftsfähigen Merkmale mehr auf.
[...]
























Da sitze ich nun im Wartezimmer der Kinderärztin, links die Mama, rechts ein rotznasiger Zappelphilipp. Und mir gegenüber thront er: ein gut aussehender Blondschopf, vielleicht dreizehn, vierzehn Jahre alt ­ und verflucht gut aussehend. Das denke ich jedenfalls, obwohl ich fast ein ganzes Jahrzehnt jünger bin und nicht wirklich weiß, was es bedeutet, schön zu sein.
[...]

























Ø Last FM Open Mind Index by listeners country

country OMI Ø mean

Puerto Rico 107.32
Holy See (Vatican City State) 106.87
Afghanistan 106.57
Svalbard and Jan Mayen 105.68
Moldova, Republic of 104.16
Andorra 103.77
China 103.43
Belarus 103.29
Montenegro 102.61
Serbia 102.44
Ukraine 101.84
Antarctica 101.47
Bosnia and Herzegovina 101.08
Viet Nam 100.67
Greece 100.39
Russian Federation 100.34
Korea, Republic of 100.26
Lithuania 100.25
Iran, Islamic Republic of 100.19
France 100.12
Hungary 100.07
South Georgia and the South Sandwich Islands 99.81
Georgia 98.82
Latvia 98.77
Turkey 98.62
Romania 98.55


8.11.07 21:55


1.11.07 15:55



100 Jahre nach der seligen Backhendlzeit: Österreich, Herbst 2007






Antisemitismus ohne Juden im Waldviertel. Der Opa für Franz Josef, der Papa fürn Adolf, der Sohn für den Jörgl.

























Der Liechtensteiner Schauspieler am Klagenfurter Schauspielhaus ist deprimiert weil er einen Baum spielen muss. Sie bezahlen aber trotzdem gut, also was solls.
























Resignation

So ist das Leben! ach ein bischen Fraß
Und Trank und hie und ein junges Weib.
Vielleicht dann abends noch ein Lied gepfiffen,
Ganz traurig, o um die vertane Zeit.
Ach immer stehst du draußen vor den Läden,
An Rosenfenstern, drin man singt und lacht,
Du bist kein Kind mehr, ach das darf doch weinen
Und so ist jeder Tag und jede Nacht!
Du rennst im Regen schiefe, rote Gassen;
Du denkst an Frauen, die dich einst geliebt ...
Und manchmal spieltest du mit bloden Kindern
Und kam der Tod, du wärst nicht mal betrübt

(Jakob Haringer)

























Es ist unser Vorrecht und Verhängnis, uns selbst zu entwerfen, vorauszuträumen, vorwegzunehmen. Aber wir können diesen Entwurf niemals einholen, und das Leben enttäuscht uns immer, gerade auch dadurch, wann und wie wir es beenden müssen. (Ich schreiben diesen Satz schmerzwach, weil ich weiß, daß er auf alle meine Gestorbenen zutraf; und ich schreibe ihn gleich einem Pakt mit dem Tod, weil ich weiß, daß er eines Tages auch für mich gelten wird.)

(Karl-Markus Gauß: Von nah, von fern)

















































Die Heilige Vorhaut vs. Vagina Dentata. Willkommen im Schoss der patriarchalen Religionen Abrahams!

























Bumsti:

Zur Herkunft findet sich in Karl Fallends "Unbewußte Zeitgeschichte in Österreich -
Psychoanalytische Betrachtungen über das Fortwirken des Nationalsozialismus" folgende Passage:

"Manche mögen folgendes Beispiel zurückweisen, aber es sollten jene gehört werden, die es erzählen. Bis heute ist es weit verbreitet, kleinen Kindern, die tollpatschig etwas fallen lassen, nicht mit 'Hoppala', sondern mit einem zärtlichen 'Bumstinazi' den Schrecken zu lindern. Einmal nachgefragt, erfuhr ich, daß dieses liebliche 'Bumstinazi' aus den dreißiger Jahren in Erinnerung ist, als man auf diese Weise Sprengstoffattentate der illegalen Nationalsozialisten, leicht verschlüsselt, zustimmend kommentierte. Eine Zustimmung, die sich in kindlicher Sprache konserviert und entfremdet erhalten konnte."
[...]

21.10.07 17:02



Stufen


Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

(Hermann Hesse)


4.10.07 19:13



In dieser großen Zeit: Morbus Austriacus


Proletenpassion und "An meine Völker!"



















Das österreichische Antlitz und der Morbus Austriacus






















Ein Starbucks vis a vis vom Cafe Griensteidl























Businessrunfieber und linker Neoliberalismus






















Das Tun und der Selbstzweck. Tun für den Selbstzweck.






















Das rote Wien, die schwarze Provinz und der Drang zur Mittelmässigkeit























Grosskopferte

Gscheiterln

Obergscheite

Die Herrn Gstudierten

Die mit eanane Biacha

Die da oben





















Schutzhütte für Tagträume
























Morbus Austriacus


31.8.07 23:16


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